Große Begeisterung beim „Tag der Kinder“ im Atrium

16.11.2011

Das Universitätsklinikum Leipzig lud am 12. Oktober alle Kinder zum 12. Tag der Kinder ein.


 

Ziel war es für die Mädchen und Jungen ein Fest zu kreieren, bei dem sie durch die Künstler aufgemuntert werden. So fanden zwei zentrale Veranstaltungen im Atrium des Zentrums für Frauen- und Kindermedizin, so wie persönliche Lesungen Leipziger Autoren am Krankenbett der Kinder statt.

Bei dem „Leise-Töne-Lied“-Theater mit Dirk Preusse wurde der Sinn fürs Miteinander, für den guten Ton und für den guten Geschmack bei den kleinen Zuhörern geweckt. In dem Theaterstück ging es um Themen wie Freundschaft, Mitgefühl oder Familie. Die Künstler brachten den einen oder anderen kranken Patienten durch klare Körpersprache, wortschatzreiche Liedtexte und witziges Auftreten zum Schmunzeln. „Als Papa weiß ich, wie wichtig es ist, so eine Veranstaltung wie den Tag der Kinder zu organisieren, damit sich die Kinder aus dem normalen Prozess für wenige Stunden ausklinken können“, berichtet Dirk Preusse. Am Nachmittag lud die Denkmalschmiede Höfgen die Kinder, ebenfalls im Atrium, zur Bastelwerkstatt ein. Unter dem Motto: „Das Katzenhaus – Bunte Buchbinderei“ konnten die Kinder lernen, wie Bücher gemacht werden.

Für alle kleinen Patienten, die in ihren Krankenbetten liegen bleiben mussten, hatte sich Klaus-Peter John, Kurator am Universitätsklinikum Leipzig etwas Besonderes überlegt. Die Autoren Thomas Renker („Frosch Torsten und seine Freunde“) und Michael Oertel („Helfe-Elfe Magda in Ostfriesland“) lasen den Kindern an den Krankenbetten aus ihren Büchern vor. „Ich war mit meinem Buch auf der Intensiv- und chirurgischen Station des Frauen- und Kinderzentrums und habe dort eine breite Menge an Reaktionen auf meine Lesung erhalten, das war überraschend. Die meisten Patienten waren aktiv dabei, haben die Geschichte gespannt verfolgt und einige Kinder haben danach sogar mit mir über den Inhalt diskutiert“, kann Michael Oertel aus seinem Erlebten erzählen. Weiter weiß er: „So etwas wird viel zu selten angeboten, aber ich habe gemerkt, dass es bei den Kinder gebraucht wird. Es ist eben nicht nur die Medizin, die Kinder gesund werden lässt.“
Auch Thomas Renker konnte bei seinem Besuch auf der Kinderstation ähnliche Erfahrungen sammeln: „Die Kinder waren überrascht, dass ich ihnen vorgelesen habe. Bei den meisten ist es mir gelungen, sie ein Stück mitzunehmen, weg von dem Krankenhausaufenthalt. Der Tag der Kinder ist ein tolles Projekt, bei dem ich auch nächstes Jahr gern wieder eine Lesung halten würde.“ (Franziska Henkel, „Gesundheit und mehr“, Ausgabe 22/2011)


Kategorie: Presse